Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2015-11 - 13.06.2015

26.500 Menschen demonstrieren für „Aufwerten jetzt“ bei Sozial- und Erziehungsberufen

Die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe werden in ihren Forderungen nach besserer Anerkennung weiterhin kräftig unterstützt: Insgesamt 26.500 Menschen folgten dem Aufruf des DGB, in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg zu demonstrieren. In Hannover waren es 4500, in Dresden 2500, in Köln 15.000 und in Nürnberg 4500 Unterstützerinnen und
Unterstützer. Auf den Kundgebungen haben zahlreiche Spitzengewerkschafter/innen sowie führende Politiker/innen aus allen im Bundestag vertretenen Parteien sich für die Forderungen der Beschäftigten ausgesprochen. 

Der Chef des DGB Mittelfrankens, Stephan Doll, betonte dazu: „Es freut mich außerordentlich, dass so viele Menschen zusammengekommen sind und solidarisch die Forderungen im Sozial- und Erziehungsdienst so unterstützen. Wir werden auch in den nächsten Wochen hinter den betroffenen Kolleginnen und Kollegen stehen, und deutlich machen: Aufwerten in den Sozial- und Erziehungsberufen jetzt!“

Tausende Beschäftigte in Kindergärten haben im Mai vier Wochen für ihre Forderungen gestreikt. Seit dem 10.Juni wird mit Schlichtern verhandelt. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann forderte die Arbeitgeber nach den Demonstrationen zu Bewegungen in der Schlichtung auf:

„Zahlreiche Erzieherinnen, Sozialpädagogen, Heilpädagogen sind heute für die Aufwertung ihres Berufs auf die Straße gegangen. Sie wurden von vielen Menschen dabei tatkräftig  unterstützt. Das ist ein deutliches Signal für die Arbeitgeber: Wir wollen ein anständiges Ergebnis. Es darf nicht nur darum gehen, dass die nächste Generation keine Schulden hat, es muss darum gehen, dass die nächste Generation eine Zukunft hat – und der Grundstein dafür wird jetzt gelegt.“


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