Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2015-08 - 21.05.2015

Offener Brief zu den Tarifverhandlungen Sozial- und Erziehungsdienst

Sehr geehrte Damen und Herren,

es sind die Menschen in den Sozial- und Erziehungsdiensten, die mit hohem persönlichen Einsatz und großer Professionalität einen substanziellen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten. Für die Beschäftigten haben sich die pädagogischen Anforderungen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Gleichzeitig ist das Arbeitsumfeld umfangreicher geworden.

Im krassen Gegensatz zu der verantwortungsvollen Tätigkeit steht die Bezahlung in den Sozial- und Erziehungsberufen. So liegt das Gehalt von Erzieher/innen und Sozialpädagog/innen aktuell beispielsweise auf dem Niveau  von 1991 – viele Kosten sind seitdem jedoch deutlich gestiegen.

Sechs Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern über eine bessere Eingruppierung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten sind ohne Ergebnis geblieben. Die Aufwertung sozialer Berufe durch eine zeitgemäße Eingruppierung der Fachkräfte hat bisher nicht stattgefunden. In sozialen Berufen sind überwiegend Frauen tätig. Die Anhebung der Eingruppierung ist also sowohl ein Schritt hin zur Entgeltgleichheit als auch ein Baustein zur gesellschaftlichen Aufwertung.

Der DGB Mittelfranken und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen und fordern Sie als Träger der betreffenden Einrichtungen zusätzlich dazu auf, die Gebühren anteilig der Streiktage an die Eltern zurück zu zahlen.

Wir fordern Sie auf, sich bei Ihrem Kommunalen Arbeitgeberverband dafür einzusetzen, dass die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten die geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten und es schnell zu einem Tarifergebnis kommt – die Beschäftigten haben es verdient!

 

Mit freundlichen Grüßen           

Stephan Doll

Geschäftsführer

DGB Mittelfranken


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