Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004 - 06.06.2012

DGB Mittelfranken: OB Balleis muss Blockadehaltung zugunsten der Beschäftigten aufgeben

Angesichts der positiven Stellungnahmen des Bundesverkehrsministeriums und von Innenminister Herrmann zur Stadt-Umland-Bahn fordert Stephan Doll, Vorsitzender des DGB Mittelfranken, nun entschlossenes und rasches Handeln auch bei den Verantwortlichen der Stadt Erlangen.

„Das Projekt ist nicht erst seit Gestern bekannt. Wer sich nach Jahren des Nachdenkens immer noch keiner klaren Positionierung stellen will, muss sich schon die Frage gefallen lassen, ob nicht andere Gründe als die vermeintlich hohen Kosten im Vordergrund stehen“ so Doll.

Der DGB sieht die Stadt-Umland- Bahn als wichtiges infrastrukturpolitisches Projekt für die Region.

„Herr Balleis muss endlich seine Blockadehaltung aufgeben, denn es geht hier um die Interessen von tausenden Pendlern. Wir fordern insbesondere die Erlanger CSU und FDP auf, sich klar für dieses wichtige Infrastrukturprojekt auszusprechen. Diese Investition macht sowohl infrastrukturell, ökologisch aber auch beschäftigungspolitisch Sinn“, so Doll weiter.

Der DGB Mittelfranken fordert Herrn OB Balleis als Chef der Metropolregion auf, die Interessen der gesamten Region in den Blick zu nehmen und endlich die Ampel bei der Stadt-Umland-Bahn auf Grün zu stellen.

 Der DGB Mittelfranken sieht in der Realisierung der Stadt-Umland-Bahn auch eine Chance für die Qualifizierung Langzeitarbeitsloser und Geringqualifizierter.

„Eine solche Maßnahme, wir der Bau einer Stadt-Umland-Bahn, muss auch genutzt werden um der skandalös hohen Anzahl an Langzeitarbeitslosen etwas entgegen zu setzen“ so Doll.

Alleine in der Stadt Nürnberg sind über 70% der Arbeitslosen Langzeitarbeitslos.

„An diesen Menschen geht der sogenannte Aufschwung komplett vorbei. Daher müssen wir versuchen über Qualifizierungsprojekte Perspektiven zu schaffen. Hier kann das Projekt Stadt-Umland-Bahn zusätzlich genutzt werden“ so Doll abschließend.


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