Deutscher Gewerkschaftsbund

04.10.2012

ZeitenWechsel on Tour mit Prof. Butterwegge

 

"Luxus satt, Armut pur - Wie sich die Gesellschaft spaltet"

 

mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge,

Professor für Politikwissenschaft am Institut für vergleichende Politikwissenschaften an der Universität Köln

am: 17.10.2012

um: 19.00 Uhr

Wichtiger Hinweis: Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Fakultät Sozialwissenschaft der Georg-Simon-Ohm Hochschule statt.

Ort: Saal T01 (Theatersaal), Bahnhofstr. 87, 90402 Nürnberg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Armut“ ist zuletzt wieder zu einem Topthema geworden, das in Talkshows über die Neufestsetzung der Hartz-IV-Regelsätze, die Angst der Menschen vor einem sozialen Absturz, den Zerfall der Mittelschicht oder die Folgen der Finanzmarktkrise sehr häufig erörtert wird. Während die Armut von Kindern seit längerer Zeit viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit findet, wird die Millionen älteren Menschen drohende Armut noch immer weitgehend ignoriert oder durch kontraproduktive Reformvorschläge, wie zuletzt von der Bundesarbeitsministerin und der SPD-Spitze, weiter verschärft. Aufgrund der starken Zunahme lückenhafter Erwerbsverläufe (Massenarbeitslosigkeit), der Ausdehnung des Niedriglohnsektors und der weiteren Prekarisierung der Arbeitswelt mit entsprechend sinkenden Beiträgen der Beschäftigten sowie zahlreicher Kürzungen im Sozialbereich verschärft sich das Problem der Altersarmut in Zukunft massiv. Rentnerinnen und Rentner gehören zu den Hauptbetroffenen der „Reformen“, die das System der sozialen Sicherung zuletzt unterhöhlt haben. Man spricht jetzt also viel mehr über Armut, nimmt sie aber ebenso wenig als gesellschaftliches Kardinalproblem wahr und  ernst. Die in der wohlhabenden Bundesrepublik spürbar zunehmende Armut wird deshalb auch nicht konsequent bekämpft, sondern immer noch von vielen geleugnet, verharmlost und „ideologisch entsorgt“. Neben der Armut existiert jedoch gleichzeitig massenhafter und riesiger Reichtum, wie nicht zuletzt der Entwurf zum vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gezeigt hat. Demnach verfügen die „vermögensstärksten“ zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des Vermögens. Die untere Hälfte der Haushalte lediglich über ein Prozent.  Dies ist die heutige Kehrseite eines Prozesses der sozialen Polarisierung.

Mit Professor Dr. Christoph Butterwege kommt einer der renommiertesten Armuts- und Reichtumsforscher zum Nürnberger Zeitenwechsel. Mit Ihm wollen wir über Gründe für die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft diskutieren. Sowie deren Auswirkungen und mögliche Gegenstrategien.

Dazu laden wir Sie/euch sehr herzlich ein.

 


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