Deutscher Gewerkschaftsbund

03.07.2012

Zeitenwechsel mit Prof. Dr. Gerd Bosbach am 26.7.

Zeitenwechsel
der Talk im Uhrenhaus


Mit Prof. Dr. Gerd Bosbach

Lehrstuhl für Statistik und Empirische Wirtschafts – und Sozialforschung an der Fachhochschule Koblenz


Wer später stirbt ist länger arm!
Steuern wir alle in die Altersarmut?


26. Juli 2012 · um 18.30 Uhr

Uhrenhaus Sandreuth, Sandreuthstraße 29 (im Gelände der N-ERGIE - Zufahrt durch Schranke möglich), 90441 Nürnberg

Aktuell liegt das Renteneintrittsalter in Mittelfranken bei knapp unter 60 Jahren. Im Durchschnitt beziehen die Menschen in Mittelfranken 720 € Rente im Monat.
Rente muss jedoch fürs Leben reichen. Dies gewährleistet sie jedoch schon heute für viele nicht mehr. Eine Situation, die sich noch verschärfen wird!
Von der prekären Beschäftigung direkt in die Altersarmut: Für Minijobber sind die Aussichten auf den Ruhestand düster. Ein Minijobber, der ein Jahr lang tätig ist, bekommt laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales demnach eine monatliche Rente von 3,11 Euro. Nach 45 Versicherungsjahren betrage der Anspruch auf Altersgeld 139,95 Euro im Monat.
Aber nicht nur Minijobs breiten sich seit Jahren immer weiter aus. Ob Leiharbeit, Werkverträge, Scheinselbstständigkeit oder durch Befristung erzwungene Erwerbsunterbrechungen, all diese prekären Beschäftigungsverhältnisse ziehen Schneisen in die Erwerbsbiografien und damit auch in die Rentenansprüche.
Dabei ist eines klar: Ursache für Armutsrenten ist nicht die gesetzliche Rente sondern Rentenkürzungen, Rente mit 67 sowie zunehmende Niedriglöhne.
Trotzdem steht die gesetzliche Rente unter Druck. Gefordert wird immer mehr private Vorsorge – ein Modell, welches in Zeiten der Finanzmarktkrise immer dubioser erscheint.
Wie weitet sich Altersarmut aus? Was muss getan werden um die gesetzliche Rente zu stärken?
Diese Debatte wollen wir fortsetzen. Mit Prof. Dr. Gerd Bosbach steht uns dazu ein ausgewiesener Experte zur Rentendebatte und zum Thema Altersarmut als Diskussionspartner zur Verfügung.


Dazu laden wir Sie/euch sehr herzlich ein.


Stephan Doll
Vorsitzender,
DGB Region Mittelfranken

 


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