Deutscher Gewerkschaftsbund

21.11.2013

DGB zeigt Solidarität mit den Beschäftigten von Krauss Maffei in Treuchtlingen – Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben!

 

Der DGB Mittelfranken zeigte Solidarität mit den Beschäftigten von Krauss Maffei in Treuchtlingen. Diese wurden letzte Woche von der Nachricht geschockt, dass ihr Werk geschlossen und Fertigung und Montage an die Standorte München und Sučany/Slowakei verlagert werden sollen. Seit Montag gibt es deshalb an dem Werk eine von der IG Metall organisierte Mahnwache gegen die geplante Schließung.

Regionsvorsitzender Stephan Doll und die Vorsitzenden der örtlichen Kreisverbände Weißenburg-Gunzenhausen und Roth-Schwabach, Willi Ruppert und Harald Krautwald, überbrachten den Beschäftigten die solidarischen Grüße aller Schwestergewerkschaften. Neben der wärmenden Solidarität gab es außerdem Holz für die Feuertonne, welches die Teilnehmer der Mahnwache in den „anstehenden kalten und harten Zeiten warm halten soll“.

Der DGB kritisierte im Gespräch mit den Beschäftigten die Unternehmensführung und den kanadischen Finanzinvestors Onex deutlich: „Wieder einmal zeigen sich hier die Auswüchse eines ungebremsten Finanzmarktkapitalismus. Obwohl das Werk wirtschaftlich erfolgreich ist, sollen mit der Werksschließung mutwillig Arbeitsplätze zerstört werden. Die Interessen der Be-schäftigten und auch die langfristigen Interessen des Unternehmens werden dabei der heiligen Kuh der Gewinnmaximierung geopfert.“, empört sich Ruppert. Harald Krautwald ergänzt: „Wir stehen an der Seite der Beschäftigten, die beschlossen haben, sich diese Politik nicht länger gefallen zu lassen und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen!“

Stephan Doll sieht hier vor allem auch die Politik in der Pflicht: „Ich erwarte, dass sich die Politik, vom Bürgermeister bis zu den Landtagsabgeordneten und Minister-präsident Horst Seehofer ohne Wenn und Aber auf die Seite der Beschäftigten stellen. Der Wegfall von guten und qualifizierten Arbeits- und Ausbildungsplätzen wäre für die ganze Region fatal. Es darf nicht sein, dass Westmittelfranken nur noch zur reinen Schlafstätte verkommt. Die Menschen brauchen Arbeitsplätze und damit Perspektiven vor Ort. Bereits jetzt fehlen in der Region Arbeitsplätze und pendeln jeden Tag Menschen viele Kilometer zu ihrer Arbeit. Zudem hängen an dem Werk auch dringend benötigte Einnahmen für die Kommune und Arbeitsplätze in anderen Firmen. Wir fordern deshalb Ministerpräsident Seehofer auf, seinen Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen: Schließlich hat er sich im Vorfeld der Wahlen besonders für die Aufnahme der gleichwertigen Lebensbedingungen in ganz Bayern als Verfassungsgrundsatz stark gemacht. Die Politik darf nun nicht schweigend daneben stehen, wenn wieder einmal Heuschrecken über das Land ziehen und ganze Landstriche ausbluten.“

Die Mahnwache der Beschäftigten läuft noch bis zum 27.11.2013 am Werkstor von Krauss Maffei in Treuchtlingen (An der Heusteige 5). Der DGB ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, Solidarität mit den Beschäftigten und ihren Familien zu zeigen und diese durch Besuche vor Ort und / oder Solidaritätsgrüße zu unterstützen.

DGB Solibesuch bei Krauss Maffei

dgb/mfr


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