Deutscher Gewerkschaftsbund

06.05.2014

Der 1. Mai 2014 in Mittelfranken

 

Über 9.000 Menschen beteiligten sich dieses Jahr an den 1. Mai Kundgebungen des DGB in Mittelfranken. Allein in Nürnberg waren 6.500 Menschen den Aufruf gefolgt und protestierten für Gute Arbeit und ein soziales Europa. In seinem Grußwort betonte der Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, dass der 1. Mai eben kein erstarrtes Ritual sei, sondern wichtig sei, da sich die Maidemonstranten mit ihrem Enagement für gute Arbeit und gegen soziale Ungerechtigkeit auch stellvertretend für all diejenigen einsetzten, "die noch nie gehört haben, dass Solidarität uns stark macht", die zwar litten, sich aber nicht wehren könnten oder wollten. Er verwies zudem mit großer Sorge auf die miserable Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen. Insbesondere in eher ärmeren Gegenden sei die Wahlbeteiligung erschreckend niedrig, dort hätten sich viele aus dem demokratischen Prozess ausgeklinkt. Gerade diesen Teil der Bevölkerung gelte es für die Kommunalpolitik wieder stärker in den Blick zu nehmen. DGB-Regionsgeschäftsführer Stephan Doll verwies auf die lange Kampagne der Gewerkschaften zum Mindestlohn, die nun endlich Erfolg gehabt habe. Zugleich warnte er vor allen Versuchen, diesen noch mit Ausnahmen zu durchlöchern. Er warb zudem für eine Umkehr in der Europapolitik. Statt der die Krise verschärfenden Sparpolitik brauch es ein Konjunkturprogramm für Europa, mit dem Ziel die Binnennachfrage anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und den jungen Menschen wieder eine Perspektive zu eröffnen. Zur Finanzierung dieses Konjunkturprogramms sollten endlich auch die Verursuacher der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, u.a. durch eine Abgabe und die Einführung der Finanztransaktionssteuer beteiligt werden. Sowohl Doll als auch Maly riefen dazu auf, zur Wahl zu gehen, auch um zu verhindern, dass Rechtspopulisten Erfolge erzielen können.

Als Hauptredner sprach der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Paul Rechsteiner. Auch er warnte davor, dass die Proteste gegen die antisoziale Politik der Eur nach Rechts kippen könnten und warb für vermehrte Investitionen in den sogenannten Krisenländern. Soziale Rechte und Ziele müssten endlich wieder Priorität bekommen. Wenn die neoliberale Wirtschaftslobby den Sozialstaat als Eingriff in die Freiheit diskreditieren wollen sei dies ein Hhn, denn Freiheit bedeute vor allem auch Freiheit von Not, und Menschen in elementarer wirtschaftslicher und sozialer Not seien nicht frei. Der Kampf für soziale Gerechtigkeit müsse vor allem auf europäischer Ebene geführt werden. Er verwies auf den Angriff auf elementare Rechte wie das Streikrecht, die auf EU-Ebene derzeit geführt werden und welche es unbedingt abzuwehren gelte. Er verwies außerdem auf die positiven Auswirkungen, die der Kampf für den Mindestlohn in der Schweiz bereits jetzt gehabt habe, da viele Konzerne ihre Löhne, unabhängig vom Ergebnis der Volksabstimmung, bereits angehoben hätten. Auch für Deutschland sei die Einführung des Mindestlohns ein historischer Durchbruch.

Im Anschluss heizte zunächst die DGB-Jugend mit einer lauten und bunten Aktion, bei der noch einmal die Forderung nach einem Mindestlohn ohne Ausnahmen im Mittelpunkt stand und anschließend die Band Kellerkommando den Besuchern am Kornmarkt kräftig ein. Mit einem bunten Kinderprogramm der SJD-Die Falken und einer Vielzahl an Ständen mit Essen aus aller Welt war auch das Maifest wieder bestens besucht.

Hier einige Eindrücke vom 1. Mai in Nürnberg:

 

Auch bei den anderen Maiveranstaltungen in Mittelfranken rückten die Rednerinnen und Redner die gewerkschaftlichen Forderungen zu Guter Arbeit und einem sozialen Europa in den Mittelpunkt. Eindrücke von den verschiedenen Veranstaltungen findet ihr hier:

1. Mai in Herzogenaurach:

 

Eindrücke vom 1. Mai in Höchstadt:

 

Bilder vom 1. Mai in Roth:

 

Bilder vom 1. Mai in Rothenburg:

 

Die Reden der Kundgebung in Nürnberg zum Download:


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