Deutscher Gewerkschaftsbund

10.04.2015

Aufruf zum 1. Mai in Treuchtlingen

Die Arbeit der Zukunft gestalten wir! Mit diesem Motto ziehen wir dieses Jahr durch die Straßen in Mittelfranken und machen den Gestaltungsanspruch der Gewerkschaften in unserem Land deutlich. Für uns gibt es noch viel zu tun und wir wollen in den nächsten Wochen und Monaten einiges verändern. Zu lange ist man dem neoliberalen Mainstream gefolgt und hat Schritt für Schritt den Sozialstaat unterwandert. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, wurden unter dem Deckmantel eines „schlanken Staates“, der „schwarzen Null“ und einer „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“ Sozialsysteme und Arbeitnehmerrechte beschnitten. Wir kämpfen für eine solidarische und gerechte Arbeitswelt und wollen deshalb aktiv unsere Forderungen für Gute Arbeit durchsetzen:

treuchtlingen

DGB Mittelfranken

Die Umsetzung des Mindestlohns

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften haben nach langem Kampf den Mindestlohn in Höhe von 8,50 € durchgesetzt. Nachdem der Mindestlohn seit dem 1. Januar 2015 noch nicht einmal ganz drei Wochen in Kraft war, wurden von Seiten der Wirtschaft und ihrer politischen Helfershelfer bereits erste Klagen laut, dass durch ein „Bürokratiemonster“ im Zusammenhang mit dem Nachweis der abgeleisteten Arbeitszeit riesige Probleme auf die Unternehmen zukommen werden. Wir fordern diese unsäglichen Angriffe auf die Einführung des Mindestlohns einzustellen und die Einhaltung der Gesetze streng zu überwachen.

 

Die Bekämpfung der Prekären Beschäftigung

Die Prekäre Beschäftigung ist in den letzten zehn Jahren in Mittelfranken um ca. 30 % angestiegen. Sie zeigte sich gerade in einer Zunahme bei Werkverträgen, der Leiharbeit, von Minijobs und Teilzeitarbeitsverhältnissen. Wir werden weiterhin Druck auf die Bundesregierung ausüben, um die Regulierung dieser atypischen Beschäftigungsverhältnisse durchzusetzen. Ein tariflich abgesichertes Normalarbeitsverhältnis ist der Kern der Guten Arbeit.

 

Der Ausbau von Mitbestimmung und Tarifbindung

Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Betrieb über Betriebs- und Personalräte und in den Unternehmen über Aufsichtsräte ist eine der Stärken der deutschen Wirtschaft und trägt erheblich zum sozialen Frieden in unserem Land bei. Leider versuchen Arbeitgeber durch Ausgliederungen oder „union busting“ Gewerkschaften und Demokratie im Betrieb zu verhindern. Die Mitbestimmung muss europaweit ausgebaut werden. Denn nur durch eine bessere Tarifbindung, starke Gewerkschaften und Mitbestimmung können die Beschäftigten wirkungsvoll geschützt, faire Löhne erkämpft und gerechte Teilhabe im Betrieb durchgesetzt werden. Wir zeigen uns mit allen Kolleginnen und Kollegen solidarisch, die sich aktuell in Tarifauseinandersetzungen befinden.

 

Die Verteidigung unserer Rechte im internationalen Freihandel

Wenn man über die Arbeit der Zukunft sprechen will, muss man das auch vor dem Hintergrund internationalisierter Güter- und Arbeitsmärkte tun. Die Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA/Kanada könnten dabei eine Chance sein, Gute Arbeit weltweit durchzusetzen. Danach sieht es jedoch nicht aus. Wir werden Handelsabkommen nur dann akzeptieren, wenn darin keine sozialen, arbeitsrechtlichen oder ökologischen Verschlechterungen festgeschrieben werden.


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