Deutscher Gewerkschaftsbund

23.10.2013

Erinnerung an die Novemberpogrome vor 75 Jahren

 

Keine Zukunft ohne Geschichte – Erinnerungen an die Novemberpogrome vor 75 Jahren

Gemeinsam wollen wir uns an die Ereignisse der Nacht des 9. November 1938 erinnern, als die Nazis ihrem Hass auf die Juden für alle sichtbar freien Lauf ließen.  Es wurde gegrölt, gejubelt, gegafft, geschwiegen oder gleichgültig hingenommen was geschah. Die Juden wurden in dieser Nacht nahezu allein gelassen. Nicht einmal Morde und unsagbare Quälereien an jüdischen Menschen forderten zivilen Ungehorsam heraus, und wenn, dann nur so vereinzelt, dass die letzten solidarischen Menschen selbst existenziell bedroht wurden.

Die Frage, wie das passieren konnte, obwohl es in der Weimarer Republik eine starke Arbeiterbewegung und bürgerlich demokratische Parteien gegeben hat, ist eine zentrale, denn in ihr finden wir die Aufgaben für die Gegenwart. Denn wir erinnern nicht nur um der Erinnerung willen.

"Wehret den Anfängen" heißt es oft, wenn es um den Kampf gegen Rechtsextremismus geht. Dabei sind wir längst darüber hinaus. Die Untaten des Nationalsozialistischen Untergrund sind der Versuch den Ungeist dieser terroristischen Taten wieder auferstehen zu lassen. Zugleich sind rechtsextreme Einstellungen und Parolen schon längst keine Randerscheinung mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie auch eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung aus dem Jahr 2012 zeigt.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Erinnerung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus immer auch eine aktuelle und bleibende Bedeutung hat. Als Mahnung an das, was in der Zeit von 1933 bis 1945 geschehen ist und als Verpflichtung für die Gegenwart. Die kritische Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit ist für uns immer mit der Frage verbunden, welche Erfahrungen wir daraus für die Gestaltung einer menschenwürdigen und solidarischen Zukunft ziehen können

Wir laden Sie / euch herzlich zu unserer Veranstaltung

am 9. November 2013

um 15.00 Uhr

im Raum Burgblick, 7. Stock DGB-Haus, Nürnberg ein.

 

Wir freuen uns, dass wir für diesen Gedenkabend den Vorsitzenden der Lagergemeinschaft Dachau Dr. Max Mannheimer für ein Zeitzeugengespräch gewinnen konnten.

Fast die gesamte Familie Mannheimers wurde in Ausschwitz ermordet. Er selbst überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Ausschwitz und Dachau.

Sein Engagement als Zeitzeuge und seine Kunst sind Teil der persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen schmerzhaften Vergangenheit.

 

Ablauf:

Beginn: 15.00 Uhr

Begrüßung und Eröffnung: Stephan Doll, DGB-Vorsitzender Region Mittelfranken

Zeitzeugengespräch mit Dr. h.c. Max Mannheimer

Musikalische Begleitung

Ende: ca. 17.00 Uhr


Nach oben

Wir in den sozialen Medien

Mitmachaktion

Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Jetzt unterschreiben!

Logo mit Text: "Jetzt unterschreiben! Mit deiner Stimme den Renten-Sinkflug stoppen!"
DGB

DGB Mittelfranken bei Facebook

Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregegion Nürnberg
DGB Bayern
Link DGB Rechtsschutz
dgb.RS

DIREKT ZU IHRER GEWERKSCHAFT