Deutscher Gewerkschaftsbund

18.11.2013

Themenreihe Armut: „Wer später stirbt, ist länger arm – Steuern wir alle in die Altersarmut?“

 

Wir laden euch herzlich ein zur  dritten Veranstaltung der Themenreihe Armut in Fürth. Frau Jutta Schmitz von der Uni Duisburg-Essen wird am 27.11. zum Thema "Wer später stirbt ist länger arm - Steuern wir alle in die Altersarmut?" referieren.

Aktuell liegt das Renteneintrittsalter in Mittelfranken bei knapp unter 60 Jahren. 2011 betrugen die durchschnittlichen Nettorenten in Mittelfranken lediglich 760 Euro im Monat. Rente muss jedoch fürs Leben reichen. Dies gewährleistet sie jedoch schon heute für viele nicht mehr. Eine Situation, die sich noch verschärfen wird! Von der prekären Beschäftigung direkt in die Altersarmut: Vor allem für MinijobberInnen sind die Aussichten auf den Ruhestand düster. Ein Minijobber bekommt nach 45 Versicherungsjahren gerade einmal 140 Euro im Monat. Leiharbeit, Werkverträge, Scheinselbstständigkeit oder durch Befristung erzwungene Erwerbsunterbrechungen ziehen Schneisen in die Erwerbsbiografien und damit auch in die Rentenansprüche. Dabei ist eines klar: Ursache für Armutsrenten ist nicht die gesetzliche Rente sondern Rentenkürzungen, Rente mit 67 sowie zunehmende Niedriglöhne. Trotzdem steht die gesetzliche Rente unter Druck. Gefordert wird mehr private Vorsorge – ein Modell, welches in Zeiten der Finanzmarktkrise immer dubioser erscheint.

Mit Jutta Schmitz steht uns eine ausgewiesener Expertin zum Thema Altersarmut und Rente Rede und Antwort.

Die Veranstaltung findet statt:

am 27. November 2013

um 19.00 Uhr

im Saal der Auferstehungskirche

Rudolf-Breitscheid-Str. 37 , 90762 Fürth

Wir freuen uns auf Euer Kommen und eine spannende Diskussion.


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