Deutscher Gewerkschaftsbund

25.11.2019

DGB fordert Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt

21. November 2019

Jede achte Frau in Deutschland war im letzten Jahr von sexueller Belästigung betroffen. Mit der im Juni 2019 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beschlossenen Konvention 190 existiert nun endlich ein internationales Übereinkommen, welches verbindliche Mindeststandards setzt, damit die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt gestoppt wird. „Damit dieser Meilenstein bald umgesetzt wird und sich Männer und Frauen weltweit wirksam gegen Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wehren können, muss die Bundesregierung jetzt Vorbild sein und dieses Instrument zeitnah ratifizieren“, fordert Mittelfrankens DGB-Chef Stephan Doll.

NEIN ZU GEWALT AN FRAUEN

DGB Mittelfranken

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

DGB fordert Beseitigung von Gewalt und
Belästigung in der Arbeitswelt

 
 
21. November 2019

Jede achte Frau in Deutschland war im letzten Jahr von sexueller Belästigung betroffen. Mit der im Juni 2019 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beschlossenen Konvention 190 existiert nun endlich ein internationales Übereinkommen, welches verbindliche Mindeststandards setzt, damit die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt gestoppt wird. „Damit dieser Meilenstein bald umgesetzt wird und sich Männer und Frauen weltweit wirksam gegen Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wehren können, muss die Bundesregierung jetzt Vorbild sein und dieses Instrument zeitnah ratifizieren“, fordert Mittelfrankens DGB-Chef Stephan Doll.

Neben der Aufforderung zu Sanktionsmöglichkeiten und dem „Null-Toleranz“-Signal gegenüber Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz, begrüßt der DGB insbesondere die arbeitsplatzbezogene Risikobewertung. „Die Beteiligung der Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter, vor allem bei der Bewertung sowie bei den Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung, sind aus unserer Sicht sachgerecht“, sagt Doll.

In einer Empfehlung heißt es, dass geeignete Maßnahmen für Sektoren und Berufe sowie Arbeitsregelungen getroffen werden sollten, in denen Gewalt und Belästigung mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten können, beispielsweise bei Nachtarbeit, Alleinarbeit, Gastgewerbe, soziale Dienste, hauswirtschaftliche Dienste.

Die weitreichenden Präventions-, Schutz- und Schulungsmaßnahmen tragen aus Sicht des DGB zur Sensibilisierung mit dem Thema bei. Dazu gehöre auch, Statistiken über Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt zu erheben und zu veröffentlichen, die nach dem Geschlecht, der Form der Gewalt oder Belästigung und dem Wirtschaftszweig aufgeschlüsselt werden.

In der Konvention werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, sicherzustellen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein verbrieftes Recht bekommen, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, wenn die Arbeitssituation und die Arbeitsbedingungen eine Gesundheitsschädigung befürchten lassen.

Der DGB war mit einer Delegation bei der Internationalen Arbeitskonferenz im Juni 2019 an den Verhandlungen in Genf mit 7.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 176 Mitgliedsstaaten beteiligt.

1999 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ zu erklären. Dies geht zurück auf die am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik ermordeten und gefolterten drei Schwestern Mirabal. 1981 erinnerten lateinamerikanische und karibische Feministinnen an das Schicksal der drei Schwestern und erklärten ihren Todestag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Nürnberger Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter erinnern mit einer Fahne „NEIN zu Gewalt an Frauen“ vor dem Gewerkschaftshaus an den Gedenktag.

 

Für Rückfragen der Redaktion

Stephan Doll
DGB-Regionsgeschäftsführer
Tel. 0171 7880736

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Am 25.11.2019 ist Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen - sagt

NEIN zu GEWALT an Frauen und Mädchen!!


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