Deutscher Gewerkschaftsbund

16.06.2015

Demonstration des Sozial- und Erziehungsdienstes

Die Anforderungen und Erwartungen an die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mehr bezahlt wird deswegen aber noch lange nicht. Das muss sich ändern!

Für gute Arbeit braucht es gute Leute, die dafür dann aber auch gutes Geld erwarten können. Gute Arbeit, gute Leute, gutes Geld – das gehört zusammen. Dafür verdienen die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst unsere Unterstützung und deshalb rief der DGB bundesweit zu vier Demonstrationen und Kundgebungen auf. Für den süddeutschen Raum fand diese vergangenen Samstag in Nürnberg statt.

Die 4.500 Teilnehmer in Nürnberg zogen zunächst in einem Demonstrationszug vom Prinzregentenufer zum Kornmarkt. Weitere Redner neben Verena Di Pasquale (stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern) waren u.a. Sylvia Bühler (ver.di-Bundesvorstand), Petra Grundmann (GEW-Hauptvorstand) und Norbert Flach (stellvertretender Landesbezirksleiter ver.di Bayern)

Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, forderte die öffentlichen Arbeitgeber auf, beim Thema Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsmarkt eine Vorreiterrolle einzunehmen. „In sozialen und erzieherischen Berufen in den Kommunen sind überwiegend Frauen tätig, viele in Teilzeit. Eine höhere Eingruppierung hier hätte Signalwirkung auch für den privaten Bereich“, sagte Di Pasquale am heutigen Samstag bei einer Kundgebung für die Aufwertung der sozialen und erzieherischen Berufe auf dem Nürnberger Kornmarkt mit 4.500 Teilnehmern.

„Gesamtgesellschaftlich wäre eine höhere Eingruppierung ein Beitrag, um die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen zu verringern. Und es wäre ein Baustein für die berechtigte Aufwertung der typischen Frauenberufe“, so Di Pasquale weiter.

Sie verwies auf den Koalitionsvertrag, in dem sich die Bundesregierung verpflichtet, für mehr Entgeltgleichheit zu sorgen und die Arbeit in der Pflege, Betreuung und frühkindlichen Bildung aufzuwerten: „In der aktuellen Auseinandersetzung jedoch wollen die öffentlichen Arbeitgeber einen grundsätzlichen Handlungsbedarf nicht erkennen. Mit welchen Argumenten wollen politische Entscheidungsträger die Tarifparteien in der Privatwirtschaft für die Entgeltgleichheit in die Pflicht nehmen, wenn sie als verantwortliche Tarifvertragspartei im öffentlichen Dienst nicht mit gutem Beispiel vorangehen?“

Bildergalerie zur Demonstration und Kundgebung

 


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