Deutscher Gewerkschaftsbund

04.12.2013

ZeitenWechsel u.a. mit Joachim Herrmann und Dr. Ulrich Maly zu bezahlbaren Wohnen

 

In den fränkischen Städten wird das Wohnen immer teurer, Mieter müssen ihre Wohnungen räumen – aus Geldmangel! Allein in Nürnberg verzeichnete das Amt für Wohnen und Stadtentwicklung im letzten Jahr über 8000 Vormerkungen für eine Sozialwohnung. Das sind mehr als 8000 Haushalte, die sich eine Wohnung auf dem freien Markt nicht mehr leisten können. Ähnlich ist die Situation in Fürth. Auch hier stieg die Anzahl der Anträge auf Rekordniveau. Und wer sich heute in Erlangen beim Studentenwerk auf ein Zimmer bewirbt, reiht sich mit vielen anderen in eine lange Liste ein.

In beinahe allen Ballungsräumen Deutschlands werden die Konsequenzen der zunehmenden Wohnungsknappheit spürbar und die öffentlichen Proteste für sozial-verträgliche Mieten und gegen Wucherpreise lauter. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, sozial Schwache, Familien mit geringem Einkommen und Studierende. Wohnraum gehört zu den existentiellen Grundbedürfnissen aller Menschen. Artikel 106 der Bayerischen Verfassung postuliert deshalb: „Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung“ und „Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.“

Die Debatte um Wohnungsknappheit hat längst Einzug in die Politik gehalten und dient als Wahlkampfmunition. Experten allerdings sahen die angespannte Wohnungsmarktsituation seit langem kommen: Es wurde über Jahre hinweg zu wenig investiert in den sozialen und preisgünstigen Wohnungsbau; die staatlichen Mittel für die Wohnraumförderung wurden seit den 90er Jahren mehr als halbiert; anstatt für mehr Wohnraum zu sorgen, wird dieser oft privatisiert. Durchschnittliche Wohnungen werden zu Lasten der Mieter zu gehobenen oder Luxus-Wohnungen umgewandelt.

Gemeinsam wollen Kirchen und der DGB-Region Mittelfranken mit Experten und Betroffenen darüber sprechen, was gegen die wachsende Wohnungsnot und explodierende Mietpreise unternommen werden muss. Wohnraum darf kein Luxusgut werden!

Dazu laden wir Sie/euch sehr herzlich ein.

am:  16.1.2014
um:  18.00 Uhr
im:   Pfarrzentrum St. Heinrich, Kaiserstraße 113, 90762 Fürth

 

 

Ablauf:

18.00 Uhr Einlass

18.15 Uhr Einführung und Begrüßung

Dekan Jörg Sichelstiel, Evang.-Luth. Dekanat Fürth

Stephan Doll, Vorsitzender DGB Region Mittelfranken

18.30 Uhr Podiumsdiskussion mit:

Gunther Geiler, Geschäftsführer Deutscher Mieterbund Nürnberg und Umgebung e.V.

Robert Flock, Geschäftsführer Evangelisches Siedlungswerk

Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr

Dr. Ulrich Maly, Präsident des Deutschen und Bayerischen Städtetags

 

Moderation: Birgit Harprath, Bayerischer Rundfunk

 


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