Deutscher Gewerkschaftsbund

10.10.2018
Landtagswahl 2018

Klare Kante gegen „Rechts“ – DGB Bayern setzt sich ein für „Respekt und Solidarität“

von Herbert Hartinger / Norbert Feulner
Transparentaktion Landtagswahl 2018

Spitzen des DGB Bayern und Vertreter*innen Nürnberger Gewerkschaften beim Fototermin vor dem Gewerkschaftshaus DGB Mfr., Norbert Feulner

„Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!“ – Mit dieser Kampagne zeigt der DGB Bayern wenige Tage vor der Landtagswahl 2018 noch einmal klare Kante gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte.

Hierzu sagt Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern: „Demokratie und Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sowie Solidarität und Toleranz leiten seit jeher das gewerkschaftliche Handeln. Deshalb stellen sich der DGB Bayern und seine Gewerkschaften seit über 70 Jahren klar gegen jede Form von Rassismus, Faschismus und Antisemitismus. Und wir sehen es als unsere Pflicht, auch weiterhin gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte vorzugehen, die für keinen dieser Werte stehen.“

Vor allem die Ausgrenzungen und Spaltungsversuche von Rechts sind Jena ein Dorn im Auge: „Wir wissen aus den Betrieben, dass die Arbeitswelt vielfältig ist. Bei Gewerkschaften sind Männer und Frauen, Christen und Muslime, Kolleginnen und Kollegen aus unzähligen Nationen aktiv. Wer rassistisch agitiert, greift damit direkt unsere Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund an! Dem stellen wir uns entschieden entgegen!“

Darüber hinaus sei die AfD Jena zufolge auch inhaltlich keine Alternative für Beschäftigte: „In ihrem 99-seitigen Wahlprogramm für die Landtagswahl finden sich ganze 49 Zeilen, die sich mit der Sozialpolitik beschäftigen.“ Auch die Forderung nach einem Abbau der Staatsquote und einem „schlanken Staat“ könne laut Jena nur von einer Partei kommen, „die ausschließlich an die Reichen denkt.“ Jena weiter: „Wir wollen und brauchen einen handlungsfähigen Staat. Beschäftigte und deren Kinder sind angewiesen auf gute Schulen, öffentliche Einrichtungen und eine funktionierende Infrastruktur.“

Jena ruft daher alle Beschäftigten auf, wählen zu gehen und mit ihrer Stimme die demokratischen Kräfte zu stärken: „Wer die Grundwerte der Demokratie mit Füßen tritt, wer rassistisch und menschenverachtend auftritt und für die Demokratie eine Gefahr darstellt, hat unsere Stimme nicht verdient! Denn wir setzen uns ein für eine gerechte, solidarische und offene Gesellschaft. Und wir alle haben die Wahl! Mit unserer Stimme müssen wir diejenigen unterstützen, die für Demokratie und Werte wie Respekt und Solidarität stehen.“

Am Nürnberger Gewerkschaftshaus kamen die Spitzen des DGB Bayern nun zu einem Abschlussfoto zusammen. Dort sagte Mittelfrankens DGB-Regionsgeschäftsführer Stephan Doll: „Die völkisch-nationalistische und neoliberale AfD ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer sowie Demokratinnen und Demokraten nicht wählbar“, und ergänzte „wer Demokratie wählt, wählt keines Rassisten.“

Hintergrund

Der offizielle Startschuss für die Kampagne „Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!“ fiel auf der Bezirkskonferenz des DGB Bayern im Januar 2018. Seitdem präsentierten sich in ganz Bayern Betriebsrats- und Gewerkschaftsgremien, Belegschaften, Auszubildende, die Jugend- und Auszubildendenvertretung und noch viele mehr als vielfältiger, lebendiger Teil der bayerischen Gewerkschaften und sie zeigten, für welche Werte Gewerkschaften stehen: Respekt und Solidarität.

Weitere Informationen sowie alle bisherigen Bilder der Kampagne „Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!“ finden Sie unter https://bayern.dgb.de/dgbrespekt/.


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